15 einladende Vorgarten Ideen: Die Visitenkarte Ihres Hauses

Der Vorgarten ist so viel mehr als nur der Weg zur Haustür – er ist das erste Lächeln, mit dem Ihr Zuhause seine Gäste begrüßt, und der letzte liebevolle Gruß, wenn Sie es verlassen. Er ist die Visitenkarte, die den Charakter der Bewohner und den Stil des gesamten Hauses widerspiegelt. Ein durchdacht gestalteter Vorgarten schafft einen fließenden Übergang zwischen dem öffentlichen Raum der Straße und der privaten Geborgenheit Ihres Heims.
Egal ob groß oder klein, sonnig oder schattig – jeder Vorgarten birgt das Potenzial, zu einem kleinen Paradies zu werden. Es geht darum, eine Atmosphäre zu schaffen, die sagt: „Herzlich willkommen!“ Mit der richtigen Mischung aus Pflanzen, Materialien und Licht können Sie einen Raum gestalten, der nicht nur wunderschön aussieht, sondern auch funktional und pflegeleicht ist. Lassen Sie uns gemeinsam entdecken, wie Sie Ihrem Vorgarten eine persönliche und einladende Note verleihen können.
1. Der geschwungene Pfad: Sanfte Linienführung

Verabschieden Sie sich von geraden, starren Wegen! Ein sanft geschwungener Pfad wirkt sofort weicher, natürlicher und lädt dazu ein, den Weg zum Haus zu genießen. Er bricht die oft strenge Geometrie von Haus und Grundstücksgrenze auf und schafft eine dynamische, interessante Linienführung, die den Blick neugierig macht und zum Entdecken einlädt.
Die Materialwahl ist hier entscheidend für die Gesamtwirkung. Trittsteine aus Naturstein, die locker im Rasen oder in einem Kiesbett verlegt sind, wirken besonders natürlich. Kleinformatiges Pflaster wie Klinker oder Granit ermöglicht enge Radien und eine präzise Formgebung. Achten Sie darauf, den Weg breit genug zu gestalten (mindestens 1,20 Meter), damit zwei Personen bequem nebeneinander gehen können. Mehr Inspirationen für die Gestaltung findest du in meinem Artikel über kreative Gartenwege Ideen.
Begleiten Sie den Weg mit einer niedrigen Bepflanzung, die seine Form unterstreicht. Bodendecker wie Thymian oder Sternmoos, die in die Fugen wachsen dürfen, oder weich überhängende Stauden wie Frauenmantel und niedriges Lampenputzergras schaffen einen harmonischen Übergang und lassen den Pfad wie eingewachsen wirken. So wird der Weg selbst zum gestalterischen Highlight.
2. Struktur durch Hochbeete aus Cortenstahl

Hochbeete sind nicht nur im Gemüsegarten eine Offenbarung, sondern auch im Vorgarten ein fantastisches Gestaltungselement. Sie bringen Höhe und Struktur in flache Gärten, definieren Bereiche klar und erleichtern die Gartenarbeit ungemein. Besonders elegant wirken Modelle aus Cortenstahl, deren warme Rostpatina einen spannenden Kontrast zu frischem Grün und bunten Blüten bildet.
Durch die Erhöhung können Sie die Bodenqualität perfekt auf die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen abstimmen. Füllen Sie die Beete mit hochwertiger Pflanzerde und schaffen Sie so ideale Wachstumsbedingungen, selbst wenn der Mutterboden in Ihrem Vorgarten schwierig ist. Die klare Kante des Hochbeets sorgt zudem für ein stets aufgeräumtes Erscheinungsbild und verhindert, dass sich Unkraut vom Rasen ins Beet ausbreitet.
Kombinieren Sie verschiedene Höhen, um eine spannende Landschaft zu modellieren. Ein höheres Beet im Hintergrund kann als Sichtschutz dienen, während niedrigere Beete im Vordergrund den Weg säumen. Bepflanzen Sie die Hochbeete mit einer Mischung aus aufrechten Gräsern, hängenden Pflanzen, die über den Rand fließen, und saisonalen Blühern für Farbtupfer.
3. Moderne Kiesflächen mit Gräsern

Für Liebhaber eines klaren, reduzierten Designs ist ein Kiesgarten die perfekte Wahl. Er wirkt aufgeräumt, modern und ist dabei erstaunlich pflegeleicht. Statt einer vollflächigen Bepflanzung setzen Sie hier auf die Wirkung von Fläche, Textur und gezielt platzierten Pflanzen, die wie Skulpturen wirken. Helle Kiessorten wie Carrara-Marmor oder heller Granitsplitt lassen den Vorgarten größer und lichter erscheinen.
Das Geheimnis eines gelungenen Kiesgartens liegt in der Kombination verschiedener Texturen. Die feine Körnung des Kieses bildet einen ruhigen Teppich, aus dem sich filigrane Ziergräser wie das Federborstengras (Pennisetum) oder die Rutenhirse (Panicum) elegant erheben. Ihr Spiel mit dem Wind bringt Bewegung und Lebendigkeit in die ansonsten statische Fläche. Einzelne große Findlinge oder glatte Flusskiesel können als zusätzliche Akzente dienen.
Vergessen Sie nicht, unter dem Kies ein hochwertiges Unkrautvlies zu verlegen. Das reduziert den Pflegeaufwand auf ein Minimum. Für die Bepflanzung schneiden Sie einfach Kreuze in das Vlies. Achten Sie auf eine ausreichende Schichtdicke des Kieses (ca. 5-8 cm), damit das Vlies vollständig bedeckt ist und der Boden vor Austrocknung geschützt wird. Dieses Design ist ideal für sonnige und trockene Standorte.
4. Der klassische Hausbaum als Solitär

Ein Baum ist das Herzstück eines jeden Gartens. Im Vorgarten übernimmt ein sogenannter Hausbaum eine besonders wichtige Rolle: Er gibt dem Grundstück einen Ankerpunkt, spendet im Sommer willkommenen Schatten und verbindet das Haus visuell mit der umgebenden Landschaft. Er ist ein Zeichen von Beständigkeit und wächst über die Jahre mit der Familie mit.
Die Wahl des richtigen Baumes ist entscheidend. Berücksichtigen Sie die endgültige Größe und Wuchsform, damit der Baum auch in 20 Jahren noch zum Haus und zur Grundstücksgröße passt. Für kleinere Vorgärten eignen sich Kugelbäume wie der Kugelahorn oder Kugel-Trompetenbaum, säulenförmige Gehölze oder malerisch wachsende Bäume wie der Fächerahorn oder eine Kupfer-Felsenbirne. Letztere begeistert mit Blüte im Frühling, Früchten im Sommer und einer leuchtenden Herbstfärbung.
Positionieren Sie den Baum nicht exakt in der Mitte, sondern leicht versetzt. Das wirkt natürlicher und schafft eine spannendere Raumaufteilung. Eine Unterpflanzung mit schattenverträglichen Stauden wie Funkien, Elfenblumen oder Farnen bildet einen schönen Teppich um den Stamm und sorgt für ein stimmiges Gesamtbild. Eine kreisrunde Einfassung aus Pflastersteinen oder Metall kann den Bereich zusätzlich betonen.
5. Einladende Beleuchtung für Sicherheit und Ambiente

Wenn die Dämmerung einsetzt, verwandelt Licht den Vorgarten in eine magische Bühne. Eine gute Beleuchtung ist nicht nur eine Frage der Sicherheit, indem sie den Weg zur Haustür und eventuelle Stolperfallen ausleuchtet, sondern vor allem ein kraftvolles Instrument der Gestaltung. Mit Licht können Sie gezielt Akzente setzen, Strukturen betonen und eine unglaublich warme, einladende Stimmung erzeugen.
Das Konzept der Lichtinseln ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Statt den gesamten Vorgarten gleichmäßig auszuleuchten, konzentrieren Sie sich auf mehrere kleine Lichtquellen. Wegeleuchten in niedrigem Abstand sorgen für Orientierung, ein Strahler von unten lässt die Krone Ihres Hausbaums dramatisch leuchten und sanfte Wandleuchten (Up- and Downlights) an der Fassade betonen die Architektur des Hauses.
Verwenden Sie unbedingt Leuchten mit warmweißem Licht (ca. 2700-3000 Kelvin). Dieses Licht wirkt besonders gemütlich und schmeichelt sowohl Pflanzen als auch Materialien. Solarleuchten sind eine flexible und einfache Lösung für dekorative Akzente, während für die Wege- und Fassadenbeleuchtung eine fest installierte 12V- oder 24V-Niedervoltanlage die zuverlässigere und langlebigere Wahl ist.
6. Symmetrie und Form für zeitlose Eleganz

Für einen Hauch von Grandezza und zeitloser Klasse ist ein symmetrisches Design die erste Wahl. Dieses Gestaltungsprinzip, das an die Gärten herrschaftlicher Anwesen erinnert, strahlt Ruhe, Ordnung und Harmonie aus. Die Mittelachse, meist der Weg zur Haustür, fungiert als Spiegelachse, an der sich die Gestaltungselemente auf beiden Seiten wiederholen.
Der Schlüssel zu diesem Stil liegt in der Verwendung von geometrischen Formen und einem klaren Aufbau. Zwei identische Kübel mit Formschnittgehölzen flankieren den Eingang, Beete werden mit niedrigen Buchsbaum- oder Eibenhecken eingefasst und die Bepflanzung innerhalb der Beete wird auf beiden Seiten gespiegelt. Dies erzeugt ein äußerst ausgewogenes und ruhiges Gesamtbild.
Pflanzen, die sich gut in Form schneiden lassen, sind für diesen Stil unerlässlich. Buchsbaum (oder die robustere Alternative Ilex crenata), Eibe und Liguster sind ideal für Hecken und geometrische Figuren wie Kugeln oder Kegel. Im Inneren der Beete sorgen Rosenstämmchen, Lavendelreihen oder Hortensien für eine klassische, farbenfrohe Füllung. Auch wenn dieser Stil etwas mehr Pflege beim Schnitt erfordert, belohnt er mit einer unvergleichlichen Eleganz.
7. Der Cottage-Garten-Traum: Üppig und romantisch

Träumen Sie von einem Vorgarten, der aussieht wie aus einem englischen Roman? Ein Cottage-Garten ist die Verkörperung von romantischer Üppigkeit und scheinbar zufälliger Schönheit. Hier dürfen Stauden und Einjährige dicht an dicht wachsen, über Beetkanten quellen und ein farbenfrohes, summendes Paradies für Bienen und Schmetterlinge schaffen.
Das Geheimnis dieses Stils ist die kontrollierte Fülle. Es gibt zwar keine geraden Linien und kahlen Flächen, aber dennoch eine durchdachte Struktur. Ein kleiner Weg, vielleicht aus alten Ziegeln, schlängelt sich durch die Blütenpracht. Ein niedriger Holzzaun oder eine kleine Natursteinmauer gibt dem Ganzen einen Rahmen. Typische Pflanzen sind Kletterrosen, die sich an der Hauswand emporranken, Rittersporn, Phlox, Lavendel, Katzenminze und Akeleien.
Kombinieren Sie Pflanzen mit unterschiedlichen Wuchshöhen und Blütezeiten, um vom Frühling bis in den Herbst immer etwas Blühendes im Garten zu haben. Hohe Stauden wie der Rittersporn kommen in den Hintergrund, mittelhohe wie Phlox und Sonnenhut in die Mitte und niedrigere wie Frauenmantel und Storchschnabel an den Rand. Füllen Sie Lücken mit einjährigen Sommerblumen wie Kosmeen oder Mohn. Dieser Gartenstil lebt von seiner Lebendigkeit und verzeiht auch mal eine kleine „Unordnung“.
8. Ein Quellstein als beruhigender Blickfang

Wasser im Garten hat eine magische Anziehungskraft. Es bringt Bewegung, reflektiert das Licht und erzeugt mit seinem sanften Plätschern eine Oase der Ruhe. Im Vorgarten ist ein Quellstein oder ein kleines Wasserspiel die ideale Lösung, da es sicher, platzsparend und relativ einfach zu installieren ist. Es wird sofort zum meditativen Mittelpunkt, der die Blicke auf sich zieht.
Ein Quellstein ist ein geschlossenes System, bei dem Wasser aus einem unterirdischen Reservoir durch einen Stein nach oben gepumpt wird und an dessen Seiten wieder hinabfließt. Das macht ihn besonders sicher für Haushalte mit Kindern. Die Auswahl an Steinen ist riesig: von rustikalen Findlingen über geschliffene Granitkugeln bis hin zu modernen Basaltsäulen. Das Design kann so perfekt an den Stil Ihres Hauses angepasst werden.
Platzieren Sie den Quellstein an einer Stelle, wo Sie ihn vom Fenster aus sehen und hören können. Eine Bepflanzung mit feuchtigkeitsliebenden Pflanzen wie Funkien, Farnen oder japanischem Waldgras rund um das Wasserbecken schafft einen natürlichen Übergang. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, schau dir meine liebsten Quellstein-Ideen für den Garten an. Sie sind eine wunderbare Ergänzung für fast jeden Vorgartenstil.
9. Die charmante Willkommens-Bank

Nichts sagt so deutlich „Herzlich willkommen, nimm Platz!“ wie eine kleine Bank im Vorgarten. Sie ist weniger als dauerhafter Sitzplatz gedacht, sondern vielmehr als charmantes, einladendes Gestaltungselement. Sie bietet einen Moment der Ruhe, einen Platz, um kurz die Einkaufstaschen abzustellen oder auf die Kinder zu warten, die aus dem Schulbus steigen.
Die Wahl der Bank sollte zum Stil des Hauses passen. Eine weiß lackierte Holzbank unterstreicht einen romantischen oder skandinavischen Look, während eine schlichte Bank aus Metall und Holzlatten modern und zeitlos wirkt. Eine rustikale Teakholzbank entwickelt mit der Zeit eine wunderschöne silbergraue Patina und fügt sich harmonisch in naturnahe Gärten ein.
Platzieren Sie die Bank an einem geschützten Ort, zum Beispiel unter einem Baum, neben dem Eingang oder in einer kleinen Nische. Ein paar wetterfeste Kissen in einer Akzentfarbe machen sie noch einladender. Umgeben von duftenden Pflanzen wie Lavendel oder Rosen wird dieser kleine Ort zu einem Lieblingsplatz, der den Vorgarten mit Leben füllt.
10. Sichtschutz, der gestaltet: Hecken und Zäune

Ein Vorgarten ist ein halböffentlicher Raum, doch ein gewisses Maß an Privatsphäre ist oft wünschenswert. Ein Sichtschutz muss aber keine abweisende Mauer sein, sondern kann ein integraler Bestandteil des Gartendesigns werden. Er rahmt das Grundstück ein, schafft einen geschützten Raum und kann einen ruhigen Hintergrund für Ihre Bepflanzung bilden.
Klassische Hecken aus Hainbuche, Liguster oder Eibe sind eine lebendige und ökologisch wertvolle Lösung. Sie bieten Vögeln Nistplätze und verändern sich mit den Jahreszeiten. Für einen moderneren Look eignen sich Zäune aus Holzlamellen, Metall oder WPC. Horizontale Lattungen lassen den Bereich breiter wirken, während Gabionen (mit Steinen gefüllte Drahtkörbe) einen robusten, industriellen Charme versprühen.
Kombinieren Sie verschiedene Elemente für eine abwechslungsreiche Optik. Eine niedrige Mauer kann mit einer darauf aufgesetzten, lockeren Hecke kombiniert werden. Rankgitter, an denen Clematis oder wilder Wein emporwachsen, können Lücken schließen und grüne Wände schaffen. Wichtig ist, dass der Sichtschutz nicht zu wuchtig wirkt und sich harmonisch in das Gesamtbild aus Haus und Garten einfügt.
11. Grüner Rahmen: Kletterpflanzen an der Fassade

Warum nur den Boden gestalten, wenn Sie auch die Wände zum Blühen bringen können? Kletterpflanzen sind eine wunderbare Möglichkeit, die Vertikale zu nutzen, triste Fassaden zu begrünen und eine romantische Verbindung zwischen Architektur und Natur zu schaffen. Sie rahmen Fenster und Türen ein und lassen das Haus über die Jahre immer mehr mit seinem Garten verschmelzen.
Es gibt zwei Arten von Kletterpflanzen: Selbstklimmer und Gerüstkletterer. Selbstklimmer wie Efeu oder Wilder Wein halten sich mit Haftwurzeln selbst an der Wand fest. Sie eignen sich für robuste, intakte Fassaden. Gerüstkletterer wie Clematis, Kletterrosen oder Blauregen benötigen eine Rankhilfe in Form von Spalieren, Drähten oder Gittern, an denen sie emporwachsen können.
Die Wahl der Pflanze hängt vom Standort (Sonne/Schatten) und dem gewünschten Effekt ab. Eine duftende Kletterrose am Eingang ist ein sinnliches Willkommen. Wilder Wein begeistert mit seiner spektakulären Herbstfärbung. Immergrüner Efeu sorgt ganzjährig für eine grüne Wand. Achten Sie darauf, die Pflanzen regelmäßig zu schneiden, um Fenster, Dachrinnen und Lüftungsöffnungen freizuhalten.
12. Ganzjahres-Struktur mit Immergrünen

Ein Vorgarten sollte zu jeder Jahreszeit eine gute Figur machen. Während blühende Stauden im Sommer für Farbe sorgen, sind es die immergrünen Pflanzen, die dem Garten im Herbst und Winter Struktur und Form verleihen. Sie sind das Rückgrat der Gestaltung und sorgen dafür, dass der Vorgarten auch unter einer Schneedecke oder im grauen November nicht kahl und trostlos aussieht.
Kombinieren Sie verschiedene Arten von Immergrünen, um ein interessantes Bild zu schaffen. Nadelgehölze wie Zwergkiefern, Säuleneiben oder kriechender Wacholder bringen unterschiedliche Formen und Nadeltexturen ins Spiel. Breitblättrige Immergrüne wie Rhododendron, Kirschlorbeer oder die Glanzmispel (Photinia) mit ihrem leuchtend roten Austrieb sorgen für Abwechslung.
Besonders wichtig sind Formschnittgehölze. Kugeln, Kegel oder kleine Hecken aus Buchsbaum oder Ilex crenata setzen klare, architektonische Akzente, die das ganze Jahr über sichtbar sind. Sie bilden einen ruhigen Kontrapunkt zur wechselnden Pracht der Stauden und Gräser und schaffen ein Gefühl von Beständigkeit und Ordnung.
13. Die Kunst des Topfgartens am Eingang
Kein Platz für ein großes Beet? Kein Problem! Mit einem gut arrangierten Topfgarten können Sie auch auf kleinstem Raum und auf versiegelten Flächen eine grüne Oase schaffen. Töpfe und Kübel sind unglaublich flexibel und erlauben es Ihnen, den Look Ihres Eingangsbereichs mit den Jahreszeiten zu verändern.
Der Trick für eine professionelle Wirkung ist das Gruppieren. Stellen Sie nicht einzelne Töpfe verstreut auf, sondern arrangieren Sie eine Gruppe von drei, fünf oder sieben Töpfen unterschiedlicher Höhe und Größe. Bleiben Sie bei der Material- und Farbwahl der Töpfe einheitlich, um ein ruhiges Gesamtbild zu erzeugen – zum Beispiel nur Terrakotta oder nur anthrazitfarbene Fiberglastöpfe. Das wirkt sofort viel harmonischer.
Kombinieren Sie in Ihrer Topfgruppe eine Mischung aus dauerhaften und saisonalen Pflanzen. Ein kleines Immergrün wie eine Buchskugel oder eine Zuckerhutfichte sorgt für die Grundstruktur, während Sie die anderen Töpfe mit Frühlingsblühern, Sommerblumen oder Herbstzauber bepflanzen. So haben Sie immer einen aktuellen, farbenfrohen Willkommensgruß direkt an der Tür. Viele weitere Deko Ideen für deinen Garten habe ich hier für dich gesammelt.
14. Farbkonzepte für pure Harmonie

Farbe ist eines der mächtigsten Werkzeuge in der Gartengestaltung. Statt wahllos bunte Blumen zu pflanzen, können Sie mit einem gezielten Farbkonzept eine bestimmte Stimmung erzeugen und eine beeindruckende Harmonie schaffen. Ein Vorgarten in Ton-in-Ton-Schattierungen oder mit einer begrenzten Farbpalette wirkt immer elegant und durchdacht.
Eine beliebte und zeitlose Wahl ist ein „weißer Garten“. Weiße Blüten leuchten besonders in der Dämmerung und wirken sehr edel. Kombinieren Sie weiße Rosen, Hortensien, Schleierkraut und Phlox mit silberlaubigen Pflanzen wie Wollziest oder Artemisia, um die Wirkung zu verstärken. Genauso gut funktioniert ein Konzept mit kühlen Blau- und Violetttönen (Lavendel, Salbei, Rittersporn), das Ruhe und Weite ausstrahlt.
Oder Sie setzen auf die Energie von warmen Farben wie Gelb, Orange und Rot (Sonnenhut, Taglilien, Fackellilien). Dieses Farbschema wirkt fröhlich und einladend, besonders an sonnigen Standorten. Wichtig ist, dass Sie sich für eine Richtung entscheiden und diese konsequent durchziehen – von den Blüten über die Blattfarben bis hin zu Accessoires wie Kissen oder Blumentöpfen.
15. Der nützliche Vorgarten: Kräuter und Naschobst
Wer sagt, dass ein Vorgarten nur schön sein muss? Verbinden Sie das Angenehme mit dem Nützlichen und gestalten Sie einen Vorgarten, der nicht nur das Auge, sondern auch den Gaumen erfreut. Viele Kräuter und essbare Pflanzen sind äußerst dekorativ und eignen sich perfekt für eine Gestaltung im Eingangsbereich.
Kräuter wie Lavendel, Rosmarin und Thymian sind mediterrane Schönheiten, die trockenheitstolerant sind, herrlich duften und mit ihrem silbrigen Laub und den violetten Blüten tolle Akzente setzen. Pflanzen Sie sie entlang des Weges, sodass bei jeder Berührung ihr Duft freigesetzt wird. Schnittlauch bildet mit seinen kugeligen, lila Blüten einen schönen Beetrand, und Salbei beeindruckt mit seinen samtigen Blättern.
Ergänzen Sie die Kräuter mit Naschobst. Monatserdbeeren eignen sich hervorragend als Bodendecker, während Säulenobstbäume (Apfel, Birne, Kirsche) kaum Platz benötigen und an einer Hauswand oder als Solitär eine tolle Figur machen. Johannisbeer- oder Stachelbeerstämmchen sehen aus wie kleine Zierbäume und liefern im Sommer köstliche Früchte. So wird Ihr Vorgarten zu einem kleinen, essbaren Paradies. Denke immer daran, dass dein Vorgarten der erste Teil deines gesamten Gartenkonzepts ist. Viele weitere kreative Garten Ideen warten darauf, von dir entdeckt zu werden.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die wichtigsten Elemente für einen einladenden Vorgarten?
Aus meiner Sicht sind es drei Dinge: Ein klar definierter, schöner Weg zur Haustür, eine ganzjährige Grundstruktur durch immergrüne Pflanzen und eine durchdachte, warme Beleuchtung. Wenn diese drei Elemente stimmen, haben Sie bereits eine fantastische Basis, die Sie dann mit persönlichen Blühpflanzen und Dekorationen ergänzen können.
Wie kann ich meinen kleinen Vorgarten größer wirken lassen?
Bei kleinen Vorgärten ist weniger oft mehr. Verwenden Sie helle Materialien für Wege und Flächen, wie hellen Kies oder große, helle Steinplatten. Eine geschwungene Wegführung lässt den Garten länger erscheinen als ein gerader Weg. Setzen Sie auf wenige, aber dafür charakterstarke Pflanzen statt auf zu viele kleine. Vertikale Elemente wie Rankgitter oder hohe, schmale Gräser lenken den Blick nach oben und schaffen Weite.
Welche Pflanzen eignen sich für einen pflegeleichten Vorgarten?
Für einen pflegeleichten Vorgarten empfehle ich eine Kombination aus robusten Bodendeckern (z.B. Storchschnabel 'Rozanne'), langlebigen Stauden (z.B. Sonnenhut, Fetthenne), Ziergräsern und immergrünen Gehölzen als Strukturgeber. Wenn Sie diese dicht genug pflanzen, hat Unkraut kaum eine Chance. Einmal gut eingewachsen, benötigen diese Pflanzen nur noch minimale Aufmerksamkeit.
Mein Vorgarten liegt auf der Nordseite und ist sehr schattig. Was kann ich dort pflanzen?
Ein Schattengarten ist kein Problem, sondern eine Chance für eine ganz besondere Atmosphäre! Pflanzen Sie Gewächse, die sich im Schatten wohlfühlen. Funkien (Hostas) in allen Blattfarben und -formen, Farne, die Elfenblume (Epimedium) als robuster Bodendecker, das Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera) mit seinen himmelblauen Blüten und die Schaumblüte (Tiarella) sind wunderbare Schattenkünstler. Weiße Blüten und panaschierte Blätter bringen Licht in dunkle Ecken.
Sollte der Vorgarten zum Stil des Hauses passen?
Unbedingt! Der Vorgarten ist die Erweiterung Ihrer Hausarchitektur nach außen. Ein moderner Kubusbau verlangt nach einer klaren, reduzierten Gartengestaltung mit Gräsern und Kies. Ein altes Bauernhaus hingegen blüht mit einem romantischen Cottage-Garten auf. Der Garten sollte die Linien, Materialien und die allgemeine Anmutung des Hauses aufgreifen und harmonisch weiterführen. Das schafft ein stimmiges und überzeugendes Gesamtbild.
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