Deko & Stil

15 kreative Regal Deko Ideen für kleine Räume: Mehr Stil auf wenig Platz

Von Lena Bergmann·31. Juli 2026·12 Min. Lesezeit
15 kreative Regal Deko Ideen für kleine Räume: Mehr Stil auf wenig Platz
15 kreative Regal Deko Ideen für kleine Räume: Mehr Stil auf wenig Platz

Kleine Räume sind oft die größten Herausforderungen – und gleichzeitig die spannendsten Spielwiesen für kreative Einrichtungsideen. Gerade hier, wo jeder Quadratzentimeter zählt, werden Regale zu unseren besten Freunden. Sie sind weit mehr als nur Ablageflächen; sie sind vertikale Bühnen, auf denen wir unsere Persönlichkeit inszenieren können.

Die Kunst bei der Regaldekoration in kleinen Zimmern liegt in der Balance. Wir wollen eine persönliche, wohnliche Atmosphäre schaffen, ohne den Raum zu überladen oder erdrückend wirken zu lassen. Es geht darum, Stauraum und Stil so zu vereinen, dass das Regal zum Blickfang wird und dem Raum sogar optisch mehr Weite verleiht. Mit den richtigen Handgriffen verwandelt sich ein einfaches Bücherregal in eine kuratierte Ausstellung deiner Lieblingsstücke.

Vergiss vollgestopfte, chaotische Regale! Ich nehme dich heute an die Hand und zeige dir 15 meiner liebsten Deko-Ideen, mit denen du deine Regale in kleinen Räumen in echte Design-Highlights verwandelst. Wenn du noch mehr Inspiration suchst, findest du hier weitere kreative Deko Ideen für dein Zuhause.

1. Vertikal denken und den Blick nach oben lenken

Vertikal denken und den Blick nach oben lenken
Hohe, schmale Regale nutzen die Raumhöhe optimal und lassen das Zimmer größer wirken.

In kleinen Räumen ist der Boden oft schnell verstellt. Die Lösung? Wir erobern die Wände in der Höhe! Anstatt breiter, niedriger Regale solltest du auf schmale, hohe Modelle setzen. Diese nutzen die vertikale Achse des Raumes und ziehen den Blick des Betrachters automatisch nach oben. Dieser simple Trick lässt die Decke höher und den gesamten Raum luftiger und großzügiger erscheinen.

Platziere die optisch interessantesten oder farblich auffälligsten Deko-Objekte auf den oberen Regalböden. Das können eine besondere Vase, ein Bild oder eine Skulptur sein. So wird das Auge gezielt nach oben geführt und verweilt nicht auf der vielleicht engeren Bodenebene. Dieser psychologische Effekt ist Gold wert, um ein Gefühl von Weite zu erzeugen.

Materialtechnisch eignen sich hierfür filigrane Metallregale, wie zum Beispiel Leiterregale, oder schlichte, wandmontierte Regalsysteme, die fast zu schweben scheinen. Achte darauf, dass das Regal selbst nicht zu wuchtig ist. Helle Farben wie Weiß, Beige oder helle Holztöne unterstützen den luftigen Eindruck zusätzlich.

2. Ein monochromes Farbkonzept für visuelle Ruhe

Ein monochromes Farbkonzept für visuelle Ruhe
Eine Ton-in-Ton-Dekoration schafft ein harmonisches und aufgeräumtes Gesamtbild.

Unruhe ist der größte Feind kleiner Räume. Ein wilder Mix aus Farben und Mustern auf einem Regal kann ein Zimmer schnell chaotisch und noch kleiner wirken lassen. Setze stattdessen auf ein monochromes oder Ton-in-Ton-Farbkonzept. Wähle eine Hauptfarbe – idealerweise eine helle wie Weiß, Creme, Greige oder ein sanftes Pastell – und dekoriere das Regal mit Objekten in verschiedenen Nuancen dieser Farbe.

Das bedeutet nicht, dass alles langweilig aussehen muss. Spiele mit unterschiedlichen Texturen und Materialien, um Tiefe und Interesse zu erzeugen. Kombiniere eine glatte Keramikvase mit einem grob gestrickten Korb, ein mattes Objekt neben einem glänzenden Bilderrahmen. Auch Bücher können Teil dieses Konzepts werden: Drehe Bücher mit bunten Rücken einfach um, sodass die einheitlich hellen Seiten sichtbar sind.

Dieses Vorgehen sorgt für eine unglaublich beruhigende und aufgeräumte Ästhetik. Das Regal wirkt wie eine kuratierte Einheit und nicht wie eine zufällige Ansammlung von Dingen. Der Blick kann entspannt über die Fläche gleiten, was dem gesamten Raum eine serene und geordnete Atmosphäre verleiht.

3. Spiegel als magische Tiefen-Booster

Spiegel als magische Tiefen-Booster
Ein kleiner Spiegel auf dem Regal reflektiert Licht und täuscht mehr Raumtiefe vor.

Spiegel sind das Wundermittel der Innenarchitektur, wenn es darum geht, Räume größer wirken zu lassen. Diesen Effekt können wir uns auch im Kleinen auf dem Regal zunutze machen. Ein kleiner, dekorativer Spiegel, der lässig an die Wand hinter dem Regalboden gelehnt wird, kann wahre Wunder wirken.

Der Spiegel fängt das Licht im Raum ein – sei es Tageslicht vom Fenster oder künstliches Licht einer Lampe – und wirft es zurück. Dadurch wirkt nicht nur das Regal selbst heller und offener, sondern der gesamte Bereich wird aufgehellt. Zudem erzeugt der Spiegel eine Illusion von Tiefe, da er den Raum oder einen Teil davon reflektiert. Das Regal scheint plötzlich eine zusätzliche Ebene zu haben.

Wähle einen Spiegel, der stilistisch zu deiner restlichen Deko passt. Ein runder Spiegel mit einem dünnen Messingrahmen wirkt elegant, ein Modell mit Holzrahmen bringt Wärme und Natürlichkeit. Du musst ihn nicht aufhängen; das legere Anlehnen wirkt modern und unkompliziert. Platziere davor ein oder zwei kleinere Deko-Objekte, um eine schöne Staffelung zu erzeugen.

4. Gruppieren mit der magischen Dreier-Regel

Gruppieren mit der magischen Dreier-Regel
Arrangements in ungeraden Zahlen, wie hier drei Objekte, wirken für das Auge besonders harmonisch.

Eine der wichtigsten Grundregeln im Interior Design ist die „Rule of Three“. Sie besagt, dass Arrangements von Objekten in ungeraden Zahlen – insbesondere in Dreiergruppen – für das menschliche Auge ansprechender und harmonischer wirken als solche in geraden Zahlen. Nutze dieses Prinzip, um deine Regale professionell und durchdacht zu stylen.

Anstatt viele kleine Einzelteile wahllos auf dem Regal zu verteilen, fasse sie zu kleinen Gruppen zusammen. Kombiniere zum Beispiel eine kleine Pflanze, einen Stapel von zwei Büchern und eine Kerze zu einem kleinen Stillleben. Achte darauf, dass die Objekte in der Gruppe unterschiedliche Höhen, Formen und Texturen haben. Das schafft visuelle Spannung und Dynamik.

Diese Gruppierung hilft, das Regal zu strukturieren und „visuelle Pausen“ zu schaffen. Zwischen den einzelnen Gruppen lässt du bewusst etwas Freiraum (dazu später mehr). So wirkt die Dekoration nicht überladen, sondern gezielt und kuratiert. Probiere verschiedene Kombinationen aus, bis du ein Gleichgewicht findest, das sich für dich richtig anfühlt.

5. Auf luftige und transparente Materialien setzen

Auf luftige und transparente Materialien setzen
Regale aus Glas oder Acryl wirken fast unsichtbar und lassen den Raum offener erscheinen.

Massive, dunkle Holzregale können in einem kleinen Raum schnell erdrückend wirken. Wenn du die Möglichkeit hast, wähle Regale aus Materialien, die Leichtigkeit und Transparenz ausstrahlen. Regalböden aus Glas oder Acryl sind hier eine fantastische Wahl. Sie scheinen im Raum zu schweben und blockieren weder das Licht noch den Blick.

Diese „unsichtbaren“ Regale lassen die Wand dahinter durchscheinen, was den Raum nicht optisch verkleinert. Sie sind perfekt, um besondere Objekte zur Geltung zu bringen, da die Aufmerksamkeit voll und ganz auf der Dekoration liegt und nicht auf dem Regal selbst. Besonders in kleinen Bädern oder engen Fluren sind Glasregale eine elegante Lösung.

Auch bei der Dekoration selbst kannst du auf Transparenz setzen. Vasen aus farbigem Glas, schlichte Glaskaraffen oder Objekte aus Acryl nehmen optisch kaum Platz weg, setzen aber dennoch stilvolle Akzente. Sie spielen mit dem einfallenden Licht und erzeugen wunderschöne Reflexionen, die den Raum lebendiger machen.

6. Lebendiges Grün als vertikaler Garten

Lebendiges Grün als vertikaler Garten
Kleine Pflanzen und Ranken bringen Leben und eine natürliche Note auf jedes Regal.

Pflanzen sind die einfachste Möglichkeit, Leben, Farbe und Frische in einen Raum zu bringen. Auf Regalen in kleinen Zimmern wirken sie wie kleine, vertikale Gärten, die die Atmosphäre sofort verbessern. Sie lockern strenge Linien auf und fügen eine organische Komponente hinzu, die für Wohlbefinden sorgt.

Besonders gut eignen sich kleine, pflegeleichte Pflanzen wie Sukkulenten, Kakteen oder kleine Farne. Ein besonderer Hingucker sind Hängepflanzen wie Efeututen oder Erbsenpflanzen. Platziere sie auf einem höheren Regalboden und lasse ihre Ranken malerisch an der Seite des Regals herabfließen. Das lenkt den Blick und schafft eine wunderschöne, lebendige Dynamik.

Achte darauf, Töpfe zu wählen, die zu deinem Farbkonzept passen. Schlichte Töpfe aus Terrakotta, Keramik oder Beton unterstreichen den natürlichen Look. Die Kombination aus Pflanzen und Naturholz ist zeitlos schön und passt in fast jedes Einrichtungskonzept, auch wenn du nur ein kleines Schlafzimmer einrichten möchtest.

7. Bücher als Designobjekte statt nur als Lesestoff

Bücher als Designobjekte statt nur als Lesestoff
Horizontale Bücherstapel dienen als Podeste für Deko und lockern das Gesamtbild auf.

Ein Bücherregal muss nicht aussehen wie eine Bibliothek. Betrachte deine Bücher als Teil der Dekoration! Anstatt sie alle brav nebeneinander aufzureihen, spiele mit ihrer Anordnung. Eine besonders effektive Methode für kleine Räume ist das horizontale Stapeln.

Lege drei bis fünf Bücher übereinander und schaffe so kleine Podeste. Diese Stapel unterbrechen die langen, vertikalen Linien der stehenden Bücher und bringen Ruhe ins Bild. Oben auf den Stapel kannst du ein kleines Deko-Objekt stellen: eine Duftkerze, eine kleine Schale oder eine Mini-Vase. So schaffst du verschiedene Ebenen und interessante Blickpunkte.

Variiere die Anordnung: Ein paar Bücher stehen, daneben ein Stapel, dann wieder eine Lücke mit einem größeren Objekt. Wenn du besonders mutig bist und ein sehr ruhiges Bild erzeugen willst, probiere den Trend, die Bücher mit dem Buchrücken zur Wand zu drehen. Die einheitliche Farbe der Seiten wirkt extrem minimalistisch und aufgeräumt.

8. Funktionale Dekoration: Schön und praktisch zugleich

Funktionale Dekoration: Schön und praktisch zugleich
Schöne Aufbewahrungsboxen und Körbe verstecken Krimskrams und sind gleichzeitig ein Deko-Element.

In kleinen Räumen zählt jede Funktion. Warum also nicht Dekoration wählen, die auch einen praktischen Zweck erfüllt? Anstatt offene Fächer mit Krimskrams zu füllen, nutze stilvolle Aufbewahrungslösungen, die selbst zum Design-Statement werden. So schaffst du Ordnung und Stil in einem Schritt.

Wähle schöne Boxen, Körbe oder Schachteln, die zu deinem Einrichtungskonzept passen. Geflochtene Körbe aus Seegras oder Wasserhyazinthe bringen eine natürliche, warme Textur. Schlichte Boxen aus Karton in deiner Akzentfarbe können Kleinteile wie Kabel, Stifte oder Notizzettel elegant verbergen. Auf einem Küchenregal können hübsche Dosen für Kaffee, Tee oder Mehl sowohl praktisch als auch dekorativ sein.

Diese cleveren Ordnungshelfer sind der Schlüssel zu einem aufgeräumten Look. Sie schaffen geschlossene, ruhige Flächen auf dem Regal, die einen Gegenpol zu den offenen, dekorierten Bereichen bilden. Dieses Wechselspiel aus Offen und Geschlossen ist essenziell für ein ausbalanciertes und harmonisches Regal-Styling.

9. Gezielte Lichtakzente für mehr Atmosphäre

Licht ist ein Gestaltungselement, das oft unterschätzt wird. Gerade in Regalen kann es eine unglaublich gemütliche und hochwertige Atmosphäre schaffen. Indirekte Beleuchtung lässt deine Dekoration erstrahlen und verleiht dem gesamten Bereich mehr Tiefe.

Du musst dafür keine komplizierten Installationen vornehmen. Es gibt fantastische, kleine und kabellose Lösungen. Klemme eine batteriebetriebene LED-Bilderleuchte an einen Regalboden, um ein bestimmtes Objekt oder einen Bücherstapel von oben anzustrahlen. Oder platziere kleine, runde LED-Pucks unauffällig im hinteren Teil eines Fachs, um es von innen heraus leuchten zu lassen.

Eine weitere zauberhafte Möglichkeit ist eine feine Draht-Lichterkette. Lege sie locker um einige Deko-Objekte oder fülle sie in eine Glasvase oder eine Laterne. Das warme, funkelnde Licht sorgt sofort für Gemütlichkeit und ist besonders am Abend ein wunderschöner Blickfang. So wird dein Regal auch bei Dunkelheit zum Highlight des Raumes.

10. Asymmetrie wagen für ein dynamisches Bild

Asymmetrie wagen für ein dynamisches Bild
Eine asymmetrische Anordnung der Deko-Objekte wirkt lebendig und modern.

Perfekte Symmetrie kann schnell statisch und langweilig wirken. Eine asymmetrische Anordnung deiner Deko-Objekte hingegen erzeugt eine visuelle Spannung, die modern, lässig und interessant ist. Es geht darum, ein optisches Gleichgewicht zu finden, ohne alles spiegelverkehrt anzuordnen.

Stelle dir eine imaginäre Zickzack-Linie vor, die über die Regalböden verläuft. Platziere ein höheres Objekt auf der linken Seite eines Bodens und auf dem Boden darunter ein niedrigeres, breiteres Objekt auf der rechten Seite. Dieses bewusste aus der Mitte rücken zwingt das Auge, über das gesamte Regal zu wandern und die Komposition zu erkunden.

Kombiniere hohe, schlanke Objekte (wie eine Vase) mit niedrigen, flachen Elementen (wie eine dekorative Schale oder ein liegendes Buch). Dieser Kontrast in Höhe und Form ist der Schlüssel zu einer gelungenen asymmetrischen Gestaltung. Es erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl, aber das Ergebnis ist ein lebendiges und persönliches Regal, das Charakter ausstrahlt.

11. Die „Eins rein, eins raus“-Regel gegen Deko-Chaos

Die „Eins rein, eins raus“-Regel gegen Deko-Chaos
Um Überladung zu vermeiden, sollte für jedes neue Deko-Stück ein altes weichen.

Gerade in kleinen Räumen ist die Gefahr groß, Regale über die Zeit immer weiter vollzustellen. Jedes neue Souvenir, jedes schöne Fundstück findet seinen Platz, und ehe man sich versieht, ist das Regal überladen und chaotisch. Um das zu verhindern, schwöre ich auf die „Eins rein, eins raus“-Regel.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Jedes Mal, wenn du ein neues Dekorationsobjekt für dein Regal kaufst oder geschenkt bekommst, muss ein altes dafür weichen. Das zwingt dich, bewusst darüber nachzudenken, was du wirklich liebst und was vielleicht nur noch aus Gewohnheit dort steht. Es ist eine Form des kuratierten Wohnens.

Diese Regel hilft dir nicht nur, die optische Klarheit zu bewahren, sondern auch, deinen Stil immer wieder zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Sie ist einer meiner liebsten einfachen Aufräumtipps, um langfristig Ordnung zu halten und sicherzustellen, dass dein Regal stets eine Bühne für deine absoluten Lieblingsstücke bleibt.

12. Persönliche Schätze bewusst kuratieren

Persönliche Schätze bewusst kuratieren
Zeige, was du liebst: Persönliche Gegenstände erzählen eine Geschichte und machen dein Zuhause einzigartig.

Dein Zuhause sollte deine Geschichte erzählen, und Regale sind die perfekten Orte dafür. Anstatt dein Regal mit beliebiger, gekaufter Deko zu füllen, nutze den Platz, um persönliche Schätze zu präsentieren. Das können Erinnerungsstücke aus dem Urlaub sein, ein Erbstück von der Großmutter oder ein Foto von einem besonderen Moment.

Der Schlüssel liegt im Wort „kuratieren“. Wähle wenige, aber dafür bedeutungsvolle Stücke aus. Ein einzelner, schön geformter Stein vom letzten Strandurlaub hat mehr Aussagekraft als zehn beliebige Muscheln. Ein altes Schwarz-Weiß-Foto in einem schlichten Rahmen wirkt emotionaler als ein generischer Kunstdruck. Diese Objekte machen deine Einrichtung unverwechselbar und authentisch.

Behandle diese Stücke wie in einer Galerie. Gib ihnen Raum zum Atmen und kombiniere sie mit neutraleren Elementen wie Büchern oder schlichten Vasen, die sie nicht überstrahlen. So werden sie zu Gesprächsstartern und erinnern dich jeden Tag an schöne Momente und liebe Menschen.

13. Die Wand hinter dem Regal als Leinwand nutzen

Die Wand hinter dem Regal als Leinwand nutzen
Eine farbige Wand hinter dem Regal schafft einen tollen Kontrast und Tiefe.

Wer sagt, dass die Dekoration nur auf dem Regal stattfinden darf? Die Wand dahinter bietet eine fantastische Fläche, um Akzente zu setzen. Ein Anstrich in einer Kontrastfarbe kann die Wirkung deines Regals komplett verändern und ihm eine beeindruckende Tiefe verleihen.

Wähle eine Farbe, die zu deinem Raumkonzept passt. Ein dunkler, satter Ton wie Marineblau, Tannengrün oder Anthrazit lässt helle Deko-Objekte und das Regal selbst förmlich hervorstrahlen. Dies erzeugt einen sehr edlen und dramatischen Look. Alternativ kann auch eine dezente Akzentfarbe oder sogar eine gemusterte Tapete in dem Bereich hinter dem Regal für einen Wow-Effekt sorgen.

Diese Technik funktioniert besonders gut bei offenen, luftigen Regalsystemen oder einzelnen Schwebeböden. Der farbige Hintergrund rahmt die Dekoration ein und macht das gesamte Arrangement zu einem bewussten Gestaltungselement an der Wand. Es ist eine relativ einfache Veränderung mit maximaler Wirkung.

14. Schweberegale für ultimative Leichtigkeit

Schweberegale für ultimative Leichtigkeit
Schweberegale ohne sichtbare Halterungen wirken besonders minimalistisch und leicht.

Wenn du den minimalistischsten und luftigsten Look für deine Wände suchst, sind Schweberegale die Antwort. Da ihre Befestigung in der Wand verborgen ist, scheinen sie förmlich aus der Wand zu wachsen. Diese optische Leichtigkeit ist in kleinen Räumen unbezahlbar, da sie den Boden komplett freilässt und die Wand nicht beschwert.

Schweberegale eignen sich perfekt, um kleine Nischen oder ungenutzte Wandflächen, zum Beispiel über einer Kommode oder dem Schreibtisch, sinnvoll zu nutzen. Du kannst sie in einer Reihe, versetzt oder in unterschiedlichen Längen anbringen, um eine individuelle Wandgestaltung zu kreieren.

Aufgrund ihrer reduzierten Optik verlangen Schweberegale nach einer ebenso reduzierten Dekoration. Hier gilt definitiv: Weniger ist mehr. Platziere nur wenige, sorgfältig ausgewählte Objekte darauf. Eine schöne Pflanze, ein gerahmtes Bild und eine kleine Skulptur reichen oft schon aus, um ein stilvolles Statement zu setzen, ohne den leichten Charakter des Regals zu zerstören.

15. Negative Space: Die Kunst des Weglassens

Negative Space: Die Kunst des Weglassens
Bewusst freigelassener Raum (Negative Space) lässt die Dekoration hochwertiger wirken und schafft Ruhe.

Eine der fortgeschrittensten und wirkungsvollsten Techniken bei der Regaldekoration ist die bewusste Nutzung von „Negative Space“, also leerem Raum. Es geht nicht darum, jede Lücke zu füllen, sondern darum, den Objekten Raum zum Atmen zu geben. Leere Flächen sind kein verschenkter Platz, sondern ein aktives Designelement.

Freigelassener Raum lenkt den Fokus auf die platzierten Objekte und lässt sie hochwertiger und bedeutungsvoller erscheinen. Ein Regal, das nur zu 60-70% gefüllt ist, wirkt wesentlich ruhiger, luftiger und luxuriöser als ein komplett vollgestelltes. Dieser Freiraum ist eine visuelle Pause für das Auge und verhindert, dass der kleine Raum überladen wirkt.

Versuche, auf jedem Regalboden mindestens ein Drittel des Platzes frei zu lassen. Platziere deine Deko-Gruppen und Bücherstapel und trete dann einen Schritt zurück. Wirkt es harmonisch? Hat jedes Stück genug Platz, um für sich zu wirken? Oft ist das Entfernen eines letzten Objekts der entscheidende Schritt zu einem perfekt ausbalancierten Regal.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der häufigste Fehler bei der Regal-Deko in kleinen Räumen?

Der absolut häufigste Fehler ist Überladung. Viele neigen dazu, jeden Zentimeter nutzen zu wollen und stellen das Regal von oben bis unten voll. Das Ergebnis ist ein chaotischer, erdrückender Anblick, der den Raum kleiner macht. Mein Tipp: Weniger ist mehr! Kuratiere deine Stücke und lass bewusst Freiräume. Das wirkt sofort stilvoller und ruhiger.

Wie schaffe ich es, dass mein Regal nicht nur wie ein Lager, sondern wie ein Design-Element aussieht?

Der Trick liegt in der Mischung! Kombiniere funktionale Elemente (wie Bücher oder schöne Aufbewahrungsboxen) mit rein dekorativen Objekten (wie Vasen, Skulpturen oder Pflanzen). Nutze die Dreier-Regel für Arrangements, spiele mit unterschiedlichen Höhen und Texturen und setze gezielte Lichtakzente. So erzählst du eine Geschichte und schaffst ein harmonisches Gesamtbild.

Sind dunkle Regale in kleinen Zimmern ein absolutes No-Go?

Nicht unbedingt! Ein dunkles Regal kann in einem ansonsten hellen Raum ein fantastischer, eleganter Kontrastpunkt sein. Wichtig ist, dass es filigran ist und nicht zu massiv wirkt. Ein schwarzes Metallregal zum Beispiel kann super aussehen. Kombiniere es dann aber mit heller Dekoration und sorge für gute Beleuchtung, zum Beispiel durch eine kleine Klemmlampe, um den dunklen Bereich aufzulockern.

Wie oft sollte ich meine Regale umdekorieren?

Das ist ganz dir überlassen! Ich persönlich liebe es, meine Regale saisonal ein wenig anzupassen. Im Frühling kommen frische Farben und leichte Vasen dazu, im Herbst vielleicht eine Kerze mit warmem Duft und ein paar Naturmaterialien. Ein kleines 'Refresh' alle paar Monate kann dem Raum neue Energie geben. Aber die Grundstruktur kann ruhig lange bestehen bleiben, wenn du sie liebst.

Welche Pflanzen eignen sich am besten für Regale und brauchen wenig Licht?

Eine sehr gute Frage, denn nicht jedes Regal steht direkt am Fenster. Glücklicherweise gibt es einige robuste Kandidaten! Die Efeutute (Epipremnum aureum) ist mein Favorit, da sie mit wenig Licht auskommt und wunderschön rankt. Auch die Glücksfeder (Zamioculcas zamiifolia) und die Schusterpalme (Aspidistra elatior) sind extrem pflegeleicht und tolerant gegenüber schattigeren Plätzen. Für sehr kleine Fächer sind Sukkulenten oder Tillandsien (Luftpflanzen) eine tolle Wahl.

Bildquelle: © Quartist — alle Fotos in diesem Beitrag sind ausschließliches Eigentum von Quartist und dürfen nicht ohne schriftliche Genehmigung reproduziert oder wiederverwendet werden.

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Lena Bergmann

Lena Bergmann ist Innenarchitektin mit einem feinen Gespür für Raumstimmung, Licht und Materialien. Auf Quartist zeigt sie, wie man Wohnräume stilvoll und alltagstauglich gestaltet — von modernen Renovierungsideen bis zu gemütlichen Deko-Tipps. Mehr über Lena →

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